Genetische Algorithmen

Vor 20 Jahren habe ich die erste Semesterarbeit meines Elektrotechnik-Diplomstudiums abgeschlossen: Ein Framework für die Mehrzieloptimierung mit Genetischen Algorithmen. Da ich die Semesterarbeit mit ClarisWorks verfasst hatte, ClarisWorks keine nummerierten Titel unterstützte, ich aber automatisch nummerierte Kapitel und Unterkapitel haben wollte, besteht der Text im Wesentlichen aus einer langen, durchnummerierten Liste, weshalb gewisse Abschnitte so weit eingerückt sind …

Wie auch immer: Um mich aus lauter Jux und Tollerei mal wieder mit genetischen Algorithmen auseinanderzusetzen, werde ich demnächst Genetic Algorithms and Machine Learning for Programmers lesen.

Bin gespannt, ob das Buch so gut ist wie meine Semesterarbeit, die immerhin mit der Bestnote ausgezeichnet worden war. 😏

Four More Years

Als ich vor ziemlich genau vier Jahren (offiziell sogar auf den Tag genau vor vier Jahren) die Squeng AG gegründet habe, habe ich mich in Bezug auf Squengs Technologie-Stapel für Scala als Hauptsprache entschieden und war davon ausgegangen, dass ich dafür Java aufgeben würde. Ein Jahr später zeichnete sich bereits ab, dass ich Java doch noch nicht aufgeben könnte.

Tatsächlich habe ich die letzten vier Jahre sogar mehr in Java programmiert als in Scala, weil ich mehr für Squengs Kundinnen programmiert habe als für Squeng. Deshalb war und ist es mir wichtig, auch in Sachen Java auf dem neusten Stand zu bleiben. Im Moment gelingt mir das am besten mit

Zwar ist Secure by Design nicht ganz so gut wie erhofft, weil die Beispiele in Java implementiert sind, ist es für Java-Entwickler trotzdem lesenswert. Dafür ist ein anderes Buch mit Beispielen in Java nicht nur besser als erhofft, sondern Microservices Patterns ist Pflichtlektüre für alle, die sich mit Microservices auseinandersetzen.

Beyond Budgeting

Bald ist es ein Jahr her seit meiner Ankündigung, mich weiterhin mit Beyond Budgeting auseinanderzusetzen. Diesen Monat habe ich nun endlich Implementing Beyond Budgeting gelesen.

Die Bezeichnung finde ich zwar unglücklich; bis vor wenigen Jahren vermutete ich, dass Beyond Budgeting das Kind mit dem Bade ausschüttet. Und anscheinend vermute(te)n dies auch Dritte [S.25-26]:

„Some of the fear of losing control probably comes from the term Beyond Budgeting itself. […] As a standalone label, many believe the term stands for anarchy and unlimited spending. […] [W]e will continue doing the things a budget tries to do but fails at so miserably. We will still set targets, provide forecasts, and allocate resources. We will even do all of this in a much better way.“

Doch die 12 Prinzipien von Beyond Budgeting sind eine Philosophie, die von viel mehr Unternehmen gelebt werden müsste (siehe auch Zuckerbrot und Peitsche sind passé).

Startups haben dabei einen, na ja, Startvorteil [S.72]:

„Some organizations never needed to change, because they managed to stay true to the agile and entrepreneurial way they started out. […] [O]rganizations are actually born Beyond Budgeting, but most become something else because they believe (and are told) that this way of leading and managing isn’t good enough. Most end up as another big company longing for the agility and humanity they left behind on the growth journey.“

Kurz: Beyond Budgeting bedeutet für das Finanz- sowie das Personalwesen das, was Customer Development für das Entwickeln von Geschäftsmodellen bedeutet und Kanban, Scrum etc. für das Entwickeln von Software bedeuten, nämlich Agilität.
(To whom it may concern: agil heisst NICHT anarchisch, chaotisch, führungslos, planlos, ziellos, …).

 

React

Für ein neues Kundenprojekt hat sich kürzlich die Frage gestellt, welcher Technologie-Stapel eingesetzt werden soll. Play (mit Java und nicht mit Scala) war bereits gesetzt. Offen war noch, ob daneben (das Ökosystem der Bibliothek) React oder Vue.js zum Einsatz kommen sollte oder gar das Gerüst Angular, aber hoffentlich nicht mehr AngularJS.

Zur Erleichterung von Odddots’ Martin und mir hat sich unsere Kundin für eine Bibliothek entschieden, nämlich React. Dass React eine gute Wahl wäre, wussten wir schon von The State of JavaScript. Zwischenzeitlich wurde sie von The State of Developer Ecosystem bestätigt – und zwar auf der ganzen Linie: nebst React setzen wir nämich auch webpack [sic!] und Jest ein.

Vor allem wurde die Wahl jedoch von unserer eigenen Erfahrung bestätigt, sind wir doch beide sehr glücklich mit dem React-Ökosystem. Und sehr zufrieden sind wir auch mit Visual Studio Code.

Digitrends

Vor vier Tagen fand die dritte ICT-Konferenz statt. In meiner Rolle als ehrenamtlicher Präsident vom Verein IT St.Gallen durfte ich sie moderieren und mich sowohl im Glanz der hervorragenden Organisation durch die IHK St.Gallen-Appenzell als auch im Glanz der fünf Kurzreferate, die dem Publikum ein breites Spektrum an Digitrends boten, sonnen.

Die Referate wurden für den IHK-Kanal aufgezeichnet. Mein Schlusswort bestand nicht zuletzt aus Literaturhinweisen.

Inspired

Vor zehn Jahren und knapp einem Monat, unmittelbar nachdem wir am 29. Februar 2008 die Inturico Engineering GmbH in die Doodle AG umgewandelt hatten, haben Doodle-Erfinder Myke und ich unseren ersten Mitarbeiter angestellt: Reto. (Gut zwei Jahre später haben wir dann auch noch seinen TestingTime-Mitgründer Oli angestellt.)

In seiner Rolle als VP of Product Management hat Reto irgendwann die erste Auflage von Inspired angeschafft und zur Pflichtlektüre für mich als CTO und andere gemacht. Weil ich das Buch als sehr gut in Erinnerung hatte, habe ich Ende letzten Jahres die zweite Auflage bestellt und Anfang dieses Jahres erhalten. Und erfreulicherweise ist auch die zweite Auflage sehr gut; so gut, dass ich sie allen wärmstens empfehle, die sich für das interessieren, was im Untertitel steht:

How to create tech products customers love