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OKRs

In letzter Zeit habe ich mich mit Objectives and Key Results (OKRs) auseinandergesetzt. Konkret habe ich Measure What Matters, Spielend Ziele setzen und erreichen, A little book about Agile with OKRs sowie OKR [sic!] gelesen.

Das Thema hatte ich seit der Veröffentlichung von How Google sets goals: OKRs vor mich hergeschoben, was so lange her ist, dass das Video nicht mehr zeitgemäss ist. Tatsächlich lag auch Measure What Matters über ein Jahr lang auf meinem Stapel ungelesener Bücher, nachdem ich es 2018 noch vor seiner Erscheinung vorbestellt hatte …

Ausserdem habe ich kurz recherchiert, was für OKRs-Web-Dienste angeboten werden. Alleine von europäischen Anbietern habe ich vier gefunden (in alphabetischer Reihenfolge):

Aber zurück zu den Büchern:
Zum Thema OKRs muss man Measure What Matters gelesen haben und zwar als Einstieg resp. als Motivation. (Ausserdem finde ich es ist nur schon wegen seiner Intel-Geschichten lesenswert.) Es befähigt seine Leser jedoch nicht, OKRs in der Praxis um- und einzusetzen – hat aber auch nicht den Anspruch.
Spielend Ziele setzen und erreichen sowie A little book about Agile with OKRs kann man sich sparen, gelesen wären sie jedoch schnell.
OKR versteht OKRs nicht „nur“ als potenziell mächtiges Werkzeug („OKR ist kein Tool!“), sondern als „Das agile Betriebssystem für moderne Organisationen“. Entsprechend eng sind sie mit (anderen) Werkzeugen (inkl. yet another canvas …), Denkschulen und vor allem mit agilem Projektmanagement (APM) verknüpft, so dass mich nur noch überrascht hat, dass Beyond Budgeting nicht auch noch reingepackt wurde. Der umfassende Ansatz überzeugt mich nicht, teils finde ich ihn gar bemühend: offensichtlich haben die Autoren sich mit vielen anspruchsvollen Themen rund um Agilität auseinandergesetzt und anscheinend probiert, alles unter einen Hut zu bringen mit OKRs als Klammer oder Bindeglied. Immerhin hat mich das Buch einige Male zum Nachgrübeln gebracht: Fördert z.B. Gamification wirklich die intrinsische Motivation, wie es die Autoren behaupten, oder die extrinsische, wie ich es bisher vermutet hatte?

Auf jeden Fall darf man sich nach der Lektüre dieser oder anderer OKRs-Bücher nicht der Illusion hergeben, dass man – ohne Erfahrung – OKRs nun irgendwo einfach einführen könnte. Denn wie für Scrum gilt auch für OKRs:

simple to understand, difficult to master

Will heissen, dass eine Organisation sich bei der Einführung von OKRs unbedingt von erfahrenen Beratern unterstützen lassen sollte, um sich keine blutige Nase zu holen. Denn während ScrumBut noch funktionieren könnte, dürfte so etwas wie OKRsBut zum Scheitern veruteilt sein, insbesondere wenn man sich der Abers nicht einmal bewusst wäre.

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Alle Jahre wieder

Letzten Monat fand die fünfte ICT-Konferenz statt, und zum dritten Mal war ich ihr Moderator. Dieses Jahr haben wir meine Sprechzeit möglichst kurz gehalten (ein Schelm, wer Böses dabei denkt), um mehr Zeit für die Präsentationen zu haben. Enough said.

 

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Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben

Wann ich mir zum letzten Mal einen guten Vorsatz für ein neues Jahr gefasst habe, weiss ich nicht einmal mehr. Und auch für das Jahr 2020 habe ich mir keinen gefasst. Jedoch habe ich mir schon vor einer Weile vorgenommen, meine Abhängigkeiten von Amazon und Google wenigstens ein bisschen zu reduzieren.

In Amazons Fall besteht meine Abhängigkeit eigentlich „nur“ aus einer Abhängigkeit zum Amazon Buchshop. Aber weil ich nirgends bequemer und gleichzeitig günstiger Bücher vorbestellen kann, habe ich alleine 2019 knapp 40 Bücher bei Amazon bestellt (elektronisch und/oder gedruckt). Ausserdem besitze ich einen Kindle mit bisher ca. 200 Büchern, was meine Abhängigkeit auch nicht gerade reduziert. Immerhin habe ich begonnen, Bücher von Manning Publications direkt beim Verlag zu beziehen (2019 erst eine Handvoll Bücher) und Bücher von Leanpub sowieso (2019 bereits ein Dutzend).

In Googles Fall ist meine Abhängigkeit noch riesig: Ein privates Gmail-Konto mit einem 15-jährigen Archiv aus über 40’000 Threads und ein privater Google Kalender, für den ich vor einem Jahrzehnt meine Papier-Agenda aufgegeben hatte, sowie ein Android-Telefon. Aber nachdem ich schon vor zwei Jahren von Chrome zu Firefox zurück gewechselt habe, habe ich letzten Monat wenigstens sämtliche Filme und Fotos von Google Drive nach Microsoft OneDrive verschoben und mein Google-One-Abo gekündigt. Wenn ich es dereinst noch schaffen sollte, weder Gmail noch Google Kalender zu verwenden, sondern nur noch Outlook, werde ich wirklich den Teufel mit dem Beelzebug ausgetrieben haben.

 

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Permanent Record

Six years ago, Edward Snowden blew the whistle on the mass surveillance of, well, anybdoy & everybody. I was familiar with some of the background story as well as surveillance mechanisms through CITIZENFOUR, Snowden, and Schneier on Security, but reading Permanent Record blew my mind all over again. It is one of the best and most important books of the decade: I had to laugh, I had to cry, I was entertained, and I was educated.

In chapter 27 („Moscow“), Snowden writes:

All told, we were trapped in the airport for a biblical forty days and forty nights. Over the course of those days, I applied to a total of twenty-seven countries for political asylum. Not a single one of them was willing to stand up to American pressure, with some countries refusing outright, and others declaring that they were unable to even consider my request until I arrived in their territory—a feat that was impossible.

Call me naive, but I always wondered why he didn’t end up here in Switzerland. Sure, officially the United States of America would have been mad at Switzerland for a while. But inofficially, they might have been thankful that Snowden is in a (relatively) neutral country and not stuck in Russia anymore. Now that he’s applying for asylum in Europe again, I hope he’ll get invited by us; it would be an honor and a pleasure to have him here.

By the way, in chapter 15 („Geneva“), Snowden writes:

On Wednesday, I might be asked how best to destroy-after-transmitting (the technological version of burn-after-reading) a disc of customer records that a CO had managed to purchase from a crooked Swisscom employee.

So that person is not a whistleblower, but Edward Snowden is—in my book, he’s even a hero.

 

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Nokia(s)

Weil ich es zu oft fallengelassen hatte, habe ich vor eineinhalb Jahren mein Lumia 650 ersetzen müssen (das von Microsoft löblicherweise bis heute Betriebssystemaktualisierungen erhalten würde) und ab dann ein Nokia 1 für 99 Fr. genutzt. Wie bereits erwähnt:

Aber ich bin halt zu geizigzurückhaltend, um 500 Fr. für ein Gerät auszugeben, das ich kaum brauchen würde (ich habe nicht einmal ein Abo, geschweige denn ein Datenabo, sondern nur einen Prepaid-Vertrag).

Erfreulicherweise hat das Nokia 1 nicht nur jeden Monat Sicherheits-Updates erhalten, sondern sogar das Upgrade auf Android 9. Allerdings muss sich in den letzten Wochen auch ein Fehler eingeschlichen haben, der sich bei mir in kurzer Zeit mehrmals unangenehm bemerkbar gemacht hat: Obwoh ich die PIN richtig eingegeben habe, wurde sie nicht akzeptiert, und ich musste das Nokia 1 zunächst neu starten; unangenehm war das in den Fällen, wo ich schnell jemanden anrufen resp. zurückrufen musste.

So bin ich bei einer Melectronics-Aktion Anfang Monat halt sofort schwach geworden und habe mir für 89 Fr. ein Nokia 2.2 gekauft. Wichtig war mir dabei nicht nur der Preis (habe ich schon erwähnt, dass ich zu …?), sondern dass es sich dabei um eine aktuelles Android One-Modell handelt, das bis 2021 zeitnah mit Updates und Upgrades versorgt werden sollte.

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On Business Model Innovation

Auf der Suche nach Lesestoff für ein Thema, das mich nach einiger Zeit wieder beschäftigen wird in Zukunft, bin ich auf die HBR’s 10 Must Reads Series gestossen. Die Serie hat mich angesprochen, so dass ich mir das neuste daraus erhältliche Buch gleich bestellt und letzten Monat gelesen habe: On Business Model Innovation.

Per Definition enthält das Buch (und überhaupt die Bücher aus der Serie) nichts Neues; es handelt sich um eine Sammlung von Artikeln, die bereits veröffentlicht worden waren. Aber wenn man sich als Mitglied einer Geschäftsleitung oder eines Verwaltungsrates mal wieder mit Geschäftsmodellen auseinandersetzen muss, ist die Artikelsammlung super, um wieder in das Thema einzusteigen und dabei fruchtbare Anregungen zu erhalten.

 

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Nicht nur Lesen bildet

Obwohl MOOCs und ähnliche Formate auch schon über zehn Jahre alt sind, hatte ich bis an Weihnachten noch keinen einzigen solchen Kurs belegt und mich stattdessen vor allem mit Fachbüchern weitergebildet.

Am Stephanstag habe ich mich für den ersten Kurs der Lightbend Reactive Architecture-Reihe angemeldet und in der Zwischenzeit alle sechs abgeschlossen, weil jeder einzelne sehr gut ist und Lust auf mehr macht.

Ich habe die Absicht, früher oder später wieder Online-Kurse zu besuchen (vielleicht sogar wie Programming Reactive Systems mal einen mit fixen Kurszeiten), meine Leseliste dürfte dadurch jedoch kaum kürzer werden.

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Digitalisierungsstrategien konkret

Vor vier Tagen fand die vierte ICT-Konferenz statt. Wie vor einem Jahr hatte ich das Vergnügen sie zu moderieren. Und wie jedes Jahr haben die IHK St.Gallen-Appenzell und der Verein IT St.Gallen Mut bewiesen und ein neues Format ausprobiert, obwohl sich schon die Formate der ersten drei Ausgaben bewährt hatten und auf viel Gegenliebe gestossen waren.

Die Zusammenfassung vermittelt einen Gesamteindruck. Den vier Referaten in voller (und mit je 15 Minuten relativ kurzer) Länge zu folgen empfiehlt sich jedoch.

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Genetische Algorithmen

Vor 20 Jahren habe ich die erste Semesterarbeit meines Elektrotechnik-Diplomstudiums abgeschlossen: Ein Framework für die Mehrzieloptimierung mit Genetischen Algorithmen. Da ich die Semesterarbeit mit ClarisWorks verfasst hatte, ClarisWorks keine nummerierten Titel unterstützte, ich aber automatisch nummerierte Kapitel und Unterkapitel haben wollte, besteht der Text im Wesentlichen aus einer langen, durchnummerierten Liste, weshalb gewisse Abschnitte so weit eingerückt sind …

Wie auch immer: Um mich aus lauter Jux und Tollerei mal wieder mit genetischen Algorithmen auseinanderzusetzen, werde ich demnächst Genetic Algorithms and Machine Learning for Programmers lesen.

Bin gespannt, ob das Buch so gut ist wie meine Semesterarbeit, die immerhin mit der Bestnote ausgezeichnet worden war. 😏

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Four More Years

Als ich vor ziemlich genau vier Jahren (offiziell sogar auf den Tag genau vor vier Jahren) die Squeng AG gegründet habe, habe ich mich in Bezug auf Squengs Technologie-Stapel für Scala als Hauptsprache entschieden und war davon ausgegangen, dass ich dafür Java aufgeben würde. Ein Jahr später zeichnete sich bereits ab, dass ich Java doch noch nicht aufgeben könnte.

Tatsächlich habe ich die letzten vier Jahre sogar mehr in Java programmiert als in Scala, weil ich mehr für Squengs Kundinnen programmiert habe als für Squeng. Deshalb war und ist es mir wichtig, auch in Sachen Java auf dem neusten Stand zu bleiben. Im Moment gelingt mir das am besten mit

Zwar ist Secure by Design nicht ganz so gut wie erhofft, weil die Beispiele in Java implementiert sind, ist es für Java-Entwickler trotzdem lesenswert. Dafür ist ein anderes Buch mit Beispielen in Java nicht nur besser als erhofft, sondern Microservices Patterns ist Pflichtlektüre für alle, die sich mit Microservices auseinandersetzen.